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Die Geschichte des PosthausesVor 275 Jahren wurde diese Bezeichnung zum 1. Male gebraucht und bei einen Verkauf desselben urkundlich festgehalten. Ein Jäger aus Ruppertsgrün namens Johann Knoll erwarb das Post - und Briefhäuschen 1721 für 45 Gulden, sowie einen Jahreszins von einen halben Gulden. Dafür hatte er unentgeldlich die Briefzustellung zu den Rittergütern zu leisten. Der alte Handelsweg gewann mit der Einführung regelmäßig gefahrener Poststraßen im Kürfürstentum Sachsen Ende des 17. Jahrhunderts eine neue Bedeutung als Poststraße, denn es verkehrten auf ihr die 33. Post von Dresden nach Nürnberg, die 36. von Zwickau nach Hof und weiter die 39. von Leipzig nach Eger mit Anschluss nach Karlsbad. Damit begann die eigentliche Geschichte diese Hauses und von daher stammt auch sein noch heutiger bekannter Name. Da der Postillion auf Verlangen der Fahrgäste zur Rast zuweilen halten ließ, wurde das Briefhäuschen mehr und mehr zum Gasthaus. Auch wenn der Reisebericht des dänischen Justizrates Willebrand das Gegenteil besagt. Als er hier nach sehr beschwerter Reise ankam, waren weder Bier, Wein noch Brot zu haben. Doch zum Glück haben sich diese Zeiten geändert. 1807 wird der Name Wirtshaus erstmaligst gebraucht. Eine Inventaraufnahme besagt, dass eine Schanktafel, eine Schankbank sowie 8 Biergläser verhanden waren. Dies war wahrscheinlich ausreichend für die Besatzung der Postkutsche. Am 16. Mai 1812 zog hier der gesamte Troß Nepoleons samt Kaiserin vorbei. Napoleon hatte in Plauen übernachtet und wollte seiner Truppe nach Rußland folgen. Es wird hier in dieser Gegend folgendes berichtet: Als Napoleon das Posthaus erreicht, ließ er halten und forderte von den Wirtsleuten eine Mahlzeit, die ihm auch sofort in aller Untertänigkeit gewährt wurde. Die Ehrfurcht von dem hohen Gast verschlug ihnen anscheinend die Sprache, verlangten sie doch keine Bezahlung. Wie groß war aber ihr Erstaunen, als sie nach Napoleons Weiterfahrt einen Golddukaten versteckt unter der Tischdecke fanden. Als 1817 die neue Chausee von Plauen über Neuensalz-Thoßfell nach Reichenbach gebaut wurde, legte man auch den Postverkehr auf diese Straße. Damit verlor die einst so wichtige Handels-,Herres-und Poststraße ihre Bedeutung, sie sank herab zu einen minder wichtigen Ortsverbindung. Erst als die Vogtländische Schweiz im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts zu einem beliebten Wander- und Ausflugsziel aufstieg und in den umliegenden Orten die Sommerfrische einhielt, wurde auch das Posthaus allgemein bekannt, zumal es nach einem Brand 1892 größer, nunmehr auch mit einem Saal, neu entstand. Nach mehrfachen Besitzer- und Pächterwechsel in den letzten Jahrhunderten habe ich das Posthaus erworben. Unser Bemühen wird es sein, die Tradition dieses alten Hauses bei vogtländischer Gemütlichkeit und regionalen Speisen zu bewahren. Wir wünschen all unseren Gästen einen angenehmen Aufenthalt!
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Zuletzt aktualisiert am 12.01.2005
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